Berühmte Künstler der Moderne

Die Künstler der Moderne werden häufig als Revolutionäre der bestehenden Kunstszene bezeichnet. Mit ihren Werken schafften sie es, ihre Lebenswelt zu verändern und gleichzeitig ihre Vision einer freien Kunst zu leben. Da unter dem Begriff moderne Kunst einige Kunstströmungen vereint werden, gibt es zahlreiche Künstler, die als Revolutionäre gelten.

Pierre-Auguste Renoir

Renoir ist einer der wichtigsten Vertreter des Impressionismus und veränderte mit seinen Werken nachhaltig die Kunstszene, indem er seine revolutionären Ansichten in seinen Bildern zum Ausdruck brachte.

Der Künstler wurde 1841 in eine Arbeiterfamilie aus Frankreich geboren. Nachdem er einen kurzen Teil seiner Kindheit in Limoges verbrachte, zog er im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern nach Paris, wo er mit dreizehn Jahren eine Ausbildung als Porzellan- und Textilmaler machte. Schnell hatte er mit seiner Arbeit Erfolg und stand bald auf eigenen Beinen, da er von seinen Aufträgen leben konnte, bis schließlich sein wichtigster Auftraggeber seinen Betrieb schloss, als er 17 Jahre alt war. Ab dann nahm er kleinere Malereiarbeiten an und bildete sich so in diesem Bereich selbst immer weiter. 1862 begann er mit einem Kunststudium, in dem er zunächst, wie damals üblich, die Stile etablierter Künstler kopierte. Realisten wie Gustave Courbet entwickelten sich in dieser Zeit zu seinen Vorbildern.

Als er in Paris Freundschaft mit Künstlern wie Monet schloss, entdeckte er den Impressionismus und es dauerte nicht lange, bis er den Stil in seinen eigenen Bildern umsetzte. Gemeinsam begann die Gruppe, gegen den bestehenden Kunststil zu revoltieren. Eine der größten Änderungen war das Malen im Freien, das sich im Impressionismus begann zu etablieren. Auch Renoir traf sich häufig mit seinen Kunstfreunden, um im Freien zu malen, dabei entstanden meist zügig gemalte Landschaften, während deren Anfertigung er lernte, mit natürlichen Lichtverhältnissen umzugehen, was er auch bei seiner Arbeit im Atelier beibehielt. Zu dieser Zeit machte er sich zwar einen Namen in der Pariser Kunstszene, lebte aber gleichzeitig in Armut. Später berichtete er von Tagen, an denen er nichts zu essen hatte, was ihn jedoch nicht vom Malen abhielt.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wenige Jahre später nahm er aktiv an impressionistischen Ausstellungen teil und reiste nach Italien, um dort seinen eigenen Stil zu entwickeln. In diesen Jahren löste er sich vom Impressionismus und begann den Fokus seiner Werke auf Form und Farbe zu legen. Nach Jahren der schweren Krankheit, die ihn dennoch nicht vom Malen abhalten konnte, starb er schließlich in Paris.

Salvador Dalí

Der Künstler des Surrealismus wurde 1904 in Katalonien geboren. Seine künstlerische Begabung wurde schon früh entdeckt, sodass er als Kind bereits Unterricht von einem bekanntem impressionistischem Künstler erhielt. Nach dem frühen Tod seiner Mutter begann er ein Kunststudium an der Universität von Madrid. Aufgrund politischer Äußerungen musste er sein Studium frühzeitig ohne Examen abbrechen, was er allerdings als Vorteil betrachtete, da er keinen seiner Professoren für fähig hielt, seine Werke richtig einzuschätzen und zu bewerten.

Nachdem er mit verschiedenen Stilen experimentierte, lernte er Gala kennen, die erst zu seiner Managerin und schließlich seiner Muse wurde. Sie war die vielleicht wichtigste Bekanntschaft des Künstlers, da sie seine Karriere voranbrachte und ihn, laut eigener Aussage, vor dem Wahnsinn rettete. Nachdem er Gala heiratete, kehrte er mit ihr nach Europa zurück, wo er begann, sich mit Wissenschaft, Religion und Geschichte zu beschäftigen. In dieser Zeit ließ er vor allem durch Wissenschaftsmagazine inspirieren, wodurch er sich von einem Surrealisten zu einem Realisten wandelte. Er starb schließlich im Turm eines seiner Museen, in dem er am Ende seines Lebens die meiste Zeit verbrachte.

Der in Spanien geborene Künstler gilt als der Inbegriff der modernen Kunst schlechthin. Nach seiner Kindheit in Málaga verbrachte er die nächsten Jahre auf einer Kunstschule in Barcelona. Nach der Veröffentlichung erster Illustrationen zog er nach Paris, wo er seine erste Geliebte kennenlernte, die für ihn Muse und Modell zugleich war.

Als Picasso das Bühnenbild für die Uraufführung einer Oper designt, lernte er die zweite Frau in seinem Leben kennen, die von nun als die Muse für seine Werke diente. Zwei Jahre später trat jedoch eine neue Geliebte in sein Leben und als diese ein Kind gebar, führte dies zur Trennung.

Seine Werke sind ebenso vielseitig wie die verschiedenen Musen, die ihn inspirierten, und bereichern bis heute die Kunstszene.